Konstantin Krimmel

Auszeichnungen und Rezensionen

Auszeichnungen

OPUS KLASSIK

Sänger des Jahres 2024

Preis der deutschen Schallplattenkritik

Nicht jede Neuaufnahme von Schuberts epochaler »Müllerin« muss sein, gerade im Lied ist der Hang zur Überproduktion gewaltig. Konstantin Krimmels beherzter Schritt ins Allerheiligste des Gesangs ist klug bedacht. Mit kleinen Varianten und raffiniert dosierten Freiheiten gibt er dem Allzubekannten einen persönlichen spin, wahrt aber, mit dem famosen Daniel Heide zur Seite, eine feine Balance. Und bei aller gestalterischen Intelligenz: Schon die schiere Klangschönheit von Krimmels Bariton ist reine Freude.

Deutsche Schallplattenkritik

Für die Jury: Holger Noltze

Nachwuchssänger des Jahres

OPERNWELT

Seine Stimme ist so rein wie ein Bergquell. Sie ist stark, expressiv, kernig, kraftvoll, und das sowhl in der Oper wie im Lied, bei Mozart wie bei Schubert und Haas. Dem „Nachwuchssänger des Jahres“ steht eine glänzende Karriere bevor.

Es ist kein Geheimnis, dass Konstantin Krimmel zu den größten Talenten im Bariton-Fach zählt. Und doch übertrifft seine Lesart von Schuberts «Schöner Müllerin» alle Erwartungen.

Opernwelt

Bester Nachwuchskünstler

OPER! AWARDS 2023

Erstaunlich, dass ein passionierter Lied- und Konzertsänger als Hobbytenor im Chor seiner Heimatstadt Ulm Theaterluft schnuppert und noch vor seinem 30. Geburtstag festes Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper wird – als Bariton wohlgemerkt! Konstantin Krimmel hat so viel Spaß an der Musik und am Erzählen von Geschichten, dass er einfach zur Bühne kommen musste. Hier kann er bezirzen, schwelgen, grollen oder froh und lustig sein wie Papageno. Seine Stimme und Musikalität überzeugen nicht nur Kritiker, sondern auch – und vor allem – das Publikum. Ob auf preisgekrönten CD-Einspielungen oder im Opernhaus: Konstantin Krimmel ist einer der vielseitigsten und vielversprechendsten jungen deutschen Baritone auf dem internationalen Bühnenparkett.

Begründung der OPER! AWARDS Jury

Franz Liszt - Der du vom Himmel bist

“»Es war ein König von Thule«, »Freudvoll und leidvoll«, »Die Loreley«: Lied-Schlager sind das. Jedoch nicht in der Vertonung von Franz Liszt. Konstantin Krimmel, die wohl größte Nachwuchshoffnung im Bariton-Fach, wandelt auf seiner zweiten Solo-CD in dieser Randzone des Repertoires. Obwohl erst neunundzwanzig Jahre jung, überrascht er mit hohem Reflexionsniveau, in der Durchdringung der Texte wie auch durch die Balance im Ausdruck: Den somnambulen, jenseitswehen Ton der Lieder trifft Krimmel ohne Theatralität und mit musterhafter Clarté. Er und Pianist Daniel Heide werden zu Meistern der Nuancen und der delikaten Dramatik.“

Preis der deutschen Schallplatten Kritik, Markus Thiel

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Rezensionen

„But by building their programme around thematically linked pairs of songs, one by each composer, Krimmel and his outstanding pianist, Ammiel Bushakevitz, bring out the best in them. Loewe’s more straightforward manner provides a welcome contrast to Schubert’s more independent reactions to his texts, allowing one to appreciate the qualities of both composers all the better. ‘I just like telling stories’, Krimmel is quoted as saying in the booklet, and his skill for narrative pacing comes through in every song. These are unusually intelligent, sensitive performances in which he and Bushakevitz breathe compellingly as one.“

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Doch indem sie ihr Programm um thematisch miteinander verbundene Liedpaare – eines von jedem Komponisten – herum aufbauen, bringen Krimmel und seine hervorragende Pianistin Ammiel Bushakevitz das Beste aus ihnen heraus. Loewes eher geradlinige Art bildet einen willkommenen Kontrast zu Schuberts eher eigenständigen Reaktionen auf seine Texte, wodurch man die Qualitäten beider Komponisten umso besser zu schätzen weiß. Ich erzähle einfach gerne Geschichten“, wird Krimmel im Booklet zitiert, und sein Geschick für erzählerisches Tempo kommt in jedem Lied durch. Es sind ungewöhnlich intelligente, sensible Darbietungen, bei denen er und Bushakevitz fesselnd als Einheit atmen.“

Gramophone, Hugo Shirley

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„Wir folgen gern auf seinem jüngsten Album „Mythos“ dem Schicksal des Archibald Douglas, des Königs in Thule, dem Schwager Kronos, der Uhr oder gar Totengräbers Heimweh. „In alter verschollener Märchenzeit / Verstieß ein König sein Töchterlein“, das scheint bei diesem genuinen Vokalerzähltalent eben passiert.
Warum also rührt er uns an? Vermutlich hat Konstantin Krimmel eine alte Seele. Aber er kann sich auch grandios tönend verkleiden, fesselt als Vortragender, die Stimme kling hell und jung, dann wieder methusalemhaft erlöschend. Er kann donnern und schmeicheln, flüstern und erregt ausrufen. Und doch bleibt die Stimme immer im Fokus, nie überschreitet er die Grenze zur Exaltation, zum Schrei. Höchste Kunst, scheinbar ganz natürlich serviert.“

Rondo, Manuel Brug, 13.07.24

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„Das Programm ist anspruchvoll, ungewöhnlich. (…) Gerold Huber (am Klavier) trägt Krimmel auf Händen durchs Programm, Krimmel nutzt diese Sicherheit zur grandiosen Gestaltung. Er, Mitglied der Bayerischen Staatsoper und dort gerade als Mozart-Bariton gut beschäftigt, vereint die Prägnanz makelloser Tiefe mit der Poesie eines lyrischen Tenors.“

Süddeutsche Zeitung, Egbert Tholl, 01.07.24

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„Krimmel zielt auf maximalen Ausdruck, nie auf den Effekt. Vieles entsteht aus der Introspektion. Auch gerät er nicht ins Dozieren, ins Vorführen von Inhalten, gerade in Hugo Wolfs drei „Harfenspieler“-Liedern droht das. Möglich ist dies alles, weil Krimmels Technik bestechend ist. Die Töne sprechen in jeder Lage und Lautstärke sofort an. Höhere Bereiche sind mit Kopfstimmen-Resonanz musterhaft abgesichert. Textbewusstsein führt nie zu einer Überprononcierung, Konsonanten sind ideal in den klanglichen Verlauf eingebunden. Überhaupt die Legatokultur: Krimmels Liedgesang ist reinster Belcanto – und doch das Gegenteil von L’art pour l’art.“

Merkur, Marius Thiel, 01.07.24

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„Konstantin Krimmel, seiner Jugend zum Trotz bereits ein Liedsänger von hohem Rang, singt den Apotheker Ned Keene mit staunenswerter Wendigkeit, die wenige Sekunden zu nutzen weiß, die manipulative Intelligenz seiner Figur radiernadelscharf zu zeichnen.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Jan Brachmann, 08.03.22

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„Diese Lieder waren es auch, in denen Krimmel die ganze Vielseitigkeit seiner herben und dennoch jungen, virilen Baritonstimme entfalten konnte. Die Stimmungswechsel zischen den Liedern waren kontrastreich, gaben die Zerrissenheit des Protagonisten wieder, waren jedoch keineswegs wahllos, sondern dramatisch eindrucksvoll eingesetzt und erweckten die Erzählung des Wanderers warmherzig und nachvollziehbar zum Leben – mit all seinen Gefühlsregungen – vom jugendlichen Überschwang bis hin zum in die Verzweiflung treibenden Weltschmerz.“

Bachtrack, Alexandra Richter, 08.03.22

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„Konstantin Krimmel est, à 28 ans, un baryton absolument charmant. Son beau timbre boisé et sombre se conjugue avec une réelle agilité, surtout dans le médium et le registre aigu, ce qui lui permet de développer des phrasés admirables et d’un goût parfait, façon Kavalier-baryton viennois. L’apparition de la Reine des Elfes dans Tom der Reimer, avec le soutien scintillant du piano d’Ammiel Bushakevitz, est un moment de magie pure. Son pouvoir de coloration du timbre est réel, et il en fait un usage discret et efficace dans l’excellent Erlkönig de Loewe. Son élocution est excellente, et il porte les mots dans tout l’éclat de leur sens. Mais il peut aussi prendre du volume et de la noirceur, portant ainsi le Belsatzar et Die beiden Grenadieren à une dimension épique et tragique réellement impressionnante.

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„Konstantin Krimmel ist mit seinen 28 Jahren ein absolut charmanter Bariton. Sein schönes, holziges und dunkles Timbre verbindet sich mit einer echten Geschmeidigkeit, vor allem in der mittleren und hohen Register, was ihm erlaubt, bewundernswerte und geschmackvolle Phrasierungen im Stil eines Wiener Kavalier-Baritons zu entwickeln. Der Auftritt der Elfenkönigin in Tom der Reimer mit der glänzenden Unterstützung des Klaviers von Ammiel Bushakevitz ist ein Moment reiner Magie. Seine Macht, das Timbre zu färben, ist echt, und er setzt sie diskret und effektiv in Loewes hervorragendem Erlkönig ein. Seine Sprechweise ist ausgezeichnet, und er trägt die Worte in der ganzen Brillanz ihrer Bedeutung. Aber er kann auch an Volumen und Düsternis gewinnen und so den Belsatzar und Die beiden Grenadiere zu einer wirklich beeindruckenden epischen und tragischen Dimension führen.“

ResMusica - musique classique et danse, Matthieu Roc, 02.02.20

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„Sumamente concentrado, desde el primer momento atrapó a través de un refinado canto, una sutil gestualidad y una expresiva y perdida mirada a un público más silencioso, si cabe, de lo habitual en Vilabertran.“

„Pero lo más destacable es la proyección del instrumento en la media voz y los pianissimi, cualidad que le permite susurrar por momentos el texto con una claridad de exposición cristalina, apoyado en una dicción impecable y consiguiendo una rara potencia expresiva.“

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„Hochkonzentriert fesselte er das Publikum durch raffinierten Gesang, subtile Gesten und einen ausdrucksstarken und entrückten Blick, noch stiller als sonst in Vilabertran, vom ersten Moment an“.

„Aber das Bemerkenswerteste ist die Wirkung der Stimme in der mezza voce und den pianissimi, eine Qualität, die es ihm erlaubt, den Text manchmal mit einer kristallinen Klarheit der Darstellung zu flüstern, unterstützt von einer tadellosen Diktion und mit einer seltenen Ausdruckskraft.“

Ópera actual, Antoni Colomer, 21.08.21

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Liederabend im Rahmen des Osterfestivals in Hall in Tirol

„Gerade einmal 28 Jahre ist Konstantin Krimmel alt, und schon gehört er zu den ganz Großen im Liedfach. Die Reife, Differenziertheit und Perfektion seines technisch schlichtweg brillanten Gesangs hinterließen einen tiefen Eindruck. Dabei wirkt seine Interpretationshaltung ganz natürlich, jedes Lied scheint erlebt, wird in seinem Ausdrucksgehalt erfasst und ausgelotet – und nicht zuletzt makellos textdeutlich deklamiert.“

„Immer war Ammiel Bushakevitz ein souveräner Partner am Klavier, Krimmel in jeder feinen Nuance folgend.“

Krone Zeitung Tirol, 23.06.21

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„le Jésus tout aussi superlatif de Konstantin Krimmel : son déchirant récitatif accompagné « Mein Vater », en triptyque, entre abandon et lumière intérieure, est l’un des sommets de ce disque. Faisant presque oublier le « Es ist vollbracht » de la Saint-Jean de Bach !“

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„Konstantin Krimmels ebenfalls überragender Jesus: Sein herzzerreißendes begleitetes Rezitativ „Mein Vater“, in Triptychon, zwischen Verlassenheit und innerem Licht, ist einer der Höhepunkte dieser CD. Da vergisst man fast das „Es ist vollbracht“ aus Bachs „Johannistag“!

LE FIGARO, 16.03.21

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BBC New Generation Artists

Konstantin Krimmel

2021-2023

So happy and honored to be part of this amazing project with such great musicians.

Thank you BBC Radio 3!

Liederabend im Bockenheimer Depot mit Daniel Heide am 12.03.21

„Beredet im Ausdruck, in beispielloser Subtilität, heroisch kernig gleich der ansprechenden Optik erwies sich der junge Künstler als Meister der Einfühlung.“

 „Dank der vortrefflichen Diktion und außergewöhnlichen Artikulation des ja noch relativ sehr jungen Interpreten erschien es mir als pure Wonne diesem exzellenten Erzähler zu lauschen, zudem man jedes gesungene Wort verstand und selbst ebenso zur englischen Sprache des Folgezyklus.“

onlinemerker, Gerhard Hoffmann, 13.03.21

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„Und Sopranistin Sandrine Piau (Tochter Zion), Tenor Stuart Jackson (als Evangelist) und Bariton Konstantin Krimmel als Jesu gelingt es, jeder noch so erschütternden und anteilnehmenden Klage berührende und tröstende Züge zu entlocken.“

RONDO - Guido Fischer, 13.03.2021

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Brockes-Passion

„Barthold Heinrich Brockes wrote a libretto on the Passion of Christ – based on the account in Matthew’s Gospel – which was set to music by many composers of his time, including Reinhard Keiser, Georg Philip Telemann and George Frideric Handel. It is Handel’s version of the latter that the period-instrument ensemble Arcangelo has chosen to present here. Under the direction of Jonathan Cohen, these specialists in the Baroque repertory are joined by the voices of Sandrine Piau, whose numerous Handel recordings are regarded as a benchmark, the tenor Stuart Jackson and the baritone Konstantin Krimmel, recently revealed in a debut recital for Alpha (Saga, ALPHA549). Together they resurrect the operatic splendour of a work that was first performed in 1719 and is thought to have influenced numerous passages of J. S. Bach’s St John Passion, written a few years later.“

Outhere Music

„Ein weiterer junger Bariton, Konstantin Krimmel, ist die herausragende Erscheinung einer neuen Aufnahme von Händels Brockes-Passion beim Label Alpha Classics. Mit einem am Liedgesang geschulten Reichtum an Nuancen gibt Krimmel der Figur des Jesus ein tieffühlend-menschliches Antlitz. Gemeinsam mit Kollegen wie dem vorzüglichen Tenor Stuart Jackson und dem schlank besetzten Ensemble Arcangelo gelingt es ihm, die anrührenden Momente hervorzuheben – und den barocken Schwulst des Stücks in den Hintergrund zu rücken.“

NZZ, Marcus Stäbler, 25.03.21

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